Nachts im Wald – mit allen Sinnen
Mit Kindern nachts im Wald unterwegs – für viele eine neue Erfahrung. Was kann ich hören, was kann ich riechen und fühlen? Wie verändern sich die Farben? Manche Kinder gruseln sich arg. Warum eigentlich? Für unsere Vorfahren war der Wald immer ein Zufluchtsort und ein Hort von Schätzen wie Holz, Kräutern, Pilzen und Wild.
Diesen Geheimnissen sind wir mit einer Kindergruppe von 9 bis 11-järigen auf den Grund gegangen. Am Wispersee trafen sich am Freitag den 10.10.25 um 18:00 Uhr die Kinder mit ihren Eltern; diese blieben an der Grillhütte und kümmerten sich um Feuer und Stockbrot. Gemeinsam mit Ursula Giebel gingen wir in den Wald. Welche Tiere konnten wir hören? Käuzchen z.B. Auch kleine Tiere raschelten im Untergrung, vieleicht Mäuschen? Und die Stille im Wald ist nachts etwas ganz besonderes, Wir konnten unsere Herzen schlagen oder die Nachbarn atmen hören. Es war so leise, dass wie nur flüsterten, um das geheimnisvolle zu bewahren. Eine Fledermaus schoss über uns hinweg. Am Himmel leuchteten Sterne und der fast volle Mond. Es war fast windstill, nichts bewegte sich sonst, nur wir. Die Rinde einer Eiche fühlt sich kalt, nass, rau, rissig splitterig, weich, feucht an … viele Worte gibts dafür. Wir rochen den feuchten Waldboden; einige krautige Pflanzen zerrieben wir zwischen den Finger: würzig, minzig, sauer. Die Wildschweine rochen wie Maggikraut, da wo sie gestöbert hatten. Ihre Spuren sahen wir im grauweißen Modlicht, auch die taubehangenen Spinnweben im Moos. Jedes Kind fand einige Schätze: besondere Glitzersteine, Stöckchen, Blätter, Eicheln, Bucheckerhütchen …
Dann ging es zurück Richtung Grillhütte, wo freundlich das Feuer leuchtete. Stockbrot, Würstchen und Apfelschorle taten uns gut, und es gab außer Kuscheln mit den Eltern, Erzählungen und ruhigen Gesprächen noch wunderbare Musik von Isabel und Maribel Riedel.





