Pilzwanderung mit Franz Heller
Seit einigen Jahren organisiert am Nationalfeiertag der OV Heidenrod eine Pilzführung.
Der Pilzexperte Franz Heller aus Wiesbaden hat ca 15 Menschen in den Wald bei Laufenselden geführt.
Trotz der langanhaltenden Trockenheit haben wir diverse Pilze – essbare und giftige oder ungenießbare – gefunden.

Die ersten Körbchen mit gefundenen Pilzen werden bestimmt und nach essbaren durchsucht. Franz Heller – wie immer – in der Bestimmung der Pilze.

Franz Heller zeigt uns ein Merkmal des Hexenröhrlings: die Blaufärbung des Fleisches, die Fruchtkörper bei Druck oder im Anschnitt zeigen. Früher glaubte man, dieser Vorgang habe mit Hexerei zu tun. Der flockenstielige und der netzstielige Hexenröhrling, Steinpilzverwandte, sind roh unverträglich, gelten gekocht aber als hervorragender Speisepilz. Franz heller findet sie geschmacklich besser als Steinpilze. Der einzige giftige Hexenröhrling ist der Satansröhrling, der aber eine weiße Kappe hat.

Der Austern-Seitling oder Austernpilz ist eine Pilzart aus der Familie der Seitlingsverwandten. Der gute Speisepilz war ursprünglich nur bei niedrigen Temperaturen zu finden, deshalb heißt er auch Winterpilz. Durch Auswilderung von Zuchtformen, diekeine Kältereize benötigen, ist er unterdessen auch im Sommer zu finden, meist weiß. Auch das Fleisch ist weiß, selten bräunlich, hat jung eine weiche Konsistenz und riecht angenehm,

Der Knoblauchschwindling ist leicht zu erkennen: ein dünner fast schwarzer Stiel und ein starker Knoblauchgeruch. Dadurch ist er unverwechselbar. Er tritt teilweise in großer Zahl auf. Der getrocknete Hut ist ein toller Würzpilz.

Der Grünblättrige Schwefelkopf ist ein Giftpilz. Seine Giftstoffe wirken auf Magen und Dünndarm und lösen Erbrechen sowie Durchfälle aus. Er hat forstwirtschaftliche Bedeutung, da sein Myzel sich ganz überwiegend als Holzabbauer ernährt Er kann womöglich die Ausbreitung des Hallimasch vermindern.

Der seltene Specht- oder Elstern-Tintling kommt vor allem Buchenwäldern vor. Daneben ist er in wärmebegünstigten Eichen- und Eichen-Hainbuchen-Wäldern zu finden. Aus seiner zerlaufenden Sporenflüssigkeit lässt sich eine Tinte herstellen, mit der geschrieben verden kann. Die Schrift verschwindet nach einiger Zeit, ist aber unter UV-Licht sichtbar.

